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Schmuck Produktfotografie: Häufige Fehler und wie man sie vermeidet


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Erfahren Sie, wie Sie die häufigsten Fehler bei der Schmuck Produktfotografie vermeiden, und lassen Sie Ihren Schmuck in nur 10 einfachen Schritten glänzen.

Wenn es um Schmuck geht, geht alles ums Detail. Attraktive Qualitätsfotos, um die Details zu präsentieren, sind wichtig für eine professionelle, stimmige und seriöse Website. Die akkurate Darstellung Ihrer Produkte ist der Schlüssel, Ihre Kunden müssen in der Lage sein, soviel über Ihr Produkt erfahren, wie sie können, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. Zu diesem Zweck wollen wir uns damit auseinandersetzen, wie man die zehn häufigsten Fallen, in die Schmuck Produktfotografen beim Fotografieren ihrer Produkte tappen, vermeiden kann.

1. Nachlässige Vorbereitung

Die Meisten, wenn nicht sogar alle Unvollkommenheiten und Fremddetails an Ihrem Produkt können in der Nachbearbeitung entfernt werden. Diese Art der fortgeschrittenen Bearbeitung ist aber sehr zeitaufwendig und erfordert eine ganze Menge technisches Geschick, stattdessen denken Sie besser daran, bevor Sie fotografieren, alle Preisschilder, Fäden und Aufkleber von ­Ihrem Produkt zu entfernen.

Als Nächstes sollten Sie Ihr Produkt überprüfen, um gegebenenfalls alle Fehler und Mängel die Sie finden, zu reparieren. Oftmals wird Schmuck mit fehlenden Steinen ­​​oder Edelsteinen ­geliefert​ und es ist ärgerlich, diese schnell reparierbaren Details nicht zu erkennen, bis Sie dann das Foto in ­Photoshop öffnen. Das Klonen in der Nachbearbeitung ist nicht so einfach, wie es aussieht und neue Fotos zu machen erfordert auch viel Zeit, die Sie sicher anderswo besser nutzen könnten. Nach der Reparatur der Schäden ist es dann an der Zeit, dem Produkt eine gründliche Reinigung zu geben. Wenn Ihre Fotos die richtige Tiefenschärfe haben, kann selbst das kleinste Staubkorn für den Betrachter sichtbar sein. Somit gilt in der Schmuck-Produktfotografie – je glänzender, desto besser!

2. Inkonsequenz

Inkonsequenz ist selten gut, vor allem wenn es um Schmuckfotos geht. Wenn Ihre Fotos, in Bezug auf Ihre anderen Produktbilder, zu oft variieren, kann die mangelnde Beständigkeit, für Ihren Kunden, verwirrend und ablenkend sein. Das senkt die Professionalität Ihrer Website und damit die Ihres Unternehmens. Statt nach dem Fotografieren jedes Foto anders zuzuschneiden, die Größe zu verändern, oder auch unterschiedliche Einstellungen wie Beleuchtung oder Hintergrundfarben zu nutzen, sollten Sie EINE “Vorlage” haben und diese als Richtlinie nutzen, um sicherzustellen, dass all Ihre Fotos, auf die gleiche Art und Weise, aufgenommen und bearbeitet werden.

Beispiele von  inkonsequentem Zuschnitt bzw. Dimensionierung

Beispiele von inkonsequentem Zuschnitt bzw. Dimensionierung

Zum Beispiel: Obwohl wir es empfehlen, müssen Sie keinen weißen Hintergrund verwenden. Was Sie tun sollten, ist einen “Stil” für Ihre Schmuckfotos zu wählen und dann konsequent dabei zu bleiben!

3. Unruhige Hintergründe

Der beste Weg, um Ihre Bilder einfach und sauber zu gestalten, und Ihrem Kunden ein konsequent gutes Einkaufserlebnis zu bieten ist, Ihre Produkte vor einem weißen Hintergrund zu fotografieren. Helle Hintergrund-Farben wie Weiß und Grau verleihen Ihrem Schmuck eine “zeitlose” Eleganz und vermeiden mögliche Ablenkungen. Ein gemusterter Hintergrund kann von Ihrem Produkt ablenken. Wie bereits erwähnt, nachdem Sie einen Stil gewählt haben, sollten Sie diesen Stil ausschließlich und konsequent für Ihre Produktfotos verwenden.

Alle drei dieser Produktfoto- Styles sind diesbezüglich sauber und ordentlich. Wählen Sie einen und bleiben Sie dabei.

4. Unnötige Requisiten

Gute Nachricht! Sie müssen sich nicht über die Verwendung von Requisiten, Schaufensterpuppen oder Live-Models für Ihre Schmuck-Fotografie sorgen, weil Requisiten in der Regel nur von dem Produkt ablenken. Sie verderben den “sauberen” und professionellen Look, nachdem Sie in Ihren Fotos streben. In der Tat ist es sogar am Besten, den Schmuck nicht einmal zu hängen, am wirkungsvollsten ist es, ihn ­flach auf dem weißen Hintergrund auszulegen. Halten Sie alles in Ihrem Fokus einfach und adrett, sodass Ihr Schmuck der ‘Star’ ist und richtig glänzt.

Hier ist eine Schaufensterfigur nur Ablenkung, weil es für den Betrachter nicht mehr möglich ist, die Kette im Ganzen zu sehen.

Helle Hintergrundfarben wie Weiß und Grau geben Schmuck ein zeitloses Gefühl und verhindert…

5. Ungenauer Weißabgleich

Diese beiden Bilder haben weder saubere Hintergründe noch einen angemessenen Weißabgleich.

Ob Sie es glauben oder nicht, die beiden Bilder oben zeigen die exakt gleiche Halskette, nur in verschiedenen Lichtsituationen. Das Metall in dem Bild auf der linken Seite erscheint goldgelb, während das Metall in dem Bild auf der rechten Seite, einen bläulichen Farbverlauf hat. Hätte der Fotograf für jedes dieser Bilder den richtigen Weißabgleich gewählt, würden die Farben in beiden Frames gleich erscheinen. Sie können den Weißabgleich manuell einstellen, wir empfehlen aber, die Einstellung der Kamera auf “Automatik”-Weißabgleich zu stellen; das ermöglicht der Kamera, die Art der Lichtquelle (das natürliche Sonnenlicht, Glühlampe, Blitz, etc.) zu identifizieren und die Farben so realitätsgetreu wie möglich zu erfassen.

Das Weißabgleich-Menü der Kamera sieht in der Regel so aus

Das Weißabgleich-Menü der Kamera sieht in der Regel so aus.

Der Weißabgleich kann in der Nachbearbeitung berichtigt werden, es ist also nicht so tragisch, wenn Sie ihn mal vergessen oder die Lichtquelle falsch eingestellt haben, aber um die Nachbearbeitungszeit zu minimieren, ist es natürlich besser, die Kamera direkt richtig einzustellen.

6. Reflexionen

(Reflexionen)

(Reflexionen)

(keine Reflexionen)

(keine Reflexionen)

Seien wir ­ehrlich- Schmuck ist glänzend, und während der richtige Glanz gewollt ist, Kameraobjektiv-Reflexionen und weiße Flecken auf Ihrem Schmuck sind es nicht. Während sie fotografieren, sollten Sie besonders darauf achten, diese Ablenkungen auf Ihrem Schmuck zu vermeiden. Wenn Sie Probleme mit Reflexionen haben, versuchen Sie die Schmuck-Position in Bezug auf die Lichtquelle zu ändern. Sie müssen wahrscheinlich einzoomen, um zu prüfen und damit sicherzustellen, dass Sie keine Reflexionen auf dem Produkt erfasst haben.

7. Unschärfe

Halten Sie alles im Fokus, indem Sie mit einer Blende von f/11 oder höher aufnehmen. Um die Aufmerksamkeit Ihrer Kunden zu erlangen, müssen Ihre Schmuck-Produktbilder so scharf und klar wie möglich sein. Je mehr Schattenverlauf oder Unschärfe Sie haben, desto weniger ist der Kunde in der Lage, Ihr Produkt richtig zu erkennen, wie in den beiden Bildern unten gezeigt.

Niedrige Blende (f/1.8, f/2, etc.)

Niedrige Blende (f/1.8, f/2, etc.)

Hohe Blende (f/9, f/11, etc.)

Hohe Blende (f/9, f/11, etc.)

Wie Sie sehen können, hat das linke Bild eine kurze Tiefenschärfe und der Fokus wird immer unschärfer, je weiter das Produkt von der Kamera entfernt ist. Das Bild auf der rechten Seite hält das gesamte Produkt relativ scharf, auch die Bereiche, die am weitesten von der Kamera entfernt sind, bleiben klar. Unschärfe kann künstlerisch sein, aber in der Schmuckfotografie, neigt sie dazu, nach hinten loszugehen, weil das menschliche Auge Schärfe über alles stellt.

Erstellen Sie eine “Vorlage” von Richtlinien, um sicherzustellen, dass jedes Bild auf die gleiche…

8. Kontrastreiches Licht

(weiches Licht)

(weiches Licht)

(hartes Licht)

(hartes Licht)

Hartes Licht erweist sich als großer Fehler in der Schmuckproduktfotografie. Direktes, “kontrastreiches” Licht ist berüchtigt dafür, die kleinsten Unvollkommenheiten an Ihren Produkten herauszustellen, indem es ungewollte Schatten, vermeidbar Reflexionen und andere Missstände produziert, die möglicherweise auch in der Nachbearbeitung nicht entfernt werden können. Statt mit grellem Licht, fotografieren Sie Ihren Schmuck in weichem, natürlichem Sonnenlicht, das von einem Fenster kommt oder in weicher, künstlicher Studiobeleuchtung. Als Randnotiz zum Thema Beleuchtung, empfehlen wir, dass Sie die Bedienungsanleitung für den manuellen Modus Ihrer Kamera studieren, sodass Sie in der Lage sind zu kontrollieren, wie viel oder wie wenig Licht die Kamera einfängt. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag, DIY 2: Wie Sie die Kameraeinstellungen zu Ihrem Vorteil nutzen, fotografieren im manuellen Modus.

9. Wischiwaschi-Zuschnitt und Größenanpassung

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Erinnern Sie sich das ­wir Beständigkeit erwähnten? Es ist sehr wichtig, dass Sie Ihrer Schmuckproduktfotos alle in der gleichen Weise zuschneiden und dimensionieren. Verschiedene Zuschnitte und Dimensionen (nicht zu verwechseln mit mehreren Winkeln, die genial sind) werden Ihre Kunden nur verwirren und verringern den professionellen “Look” Ihrer Website und deren Angebote. Entwickeln Sie eine Vorlage, damit Sie mit größter Genauigkeit zuschneiden und dimensionieren können. Viele Online-Kanäle erfordern bestimmte Web-Standards, unser Beitrag über Leitlinien der Bildbearbeitung auf Verkaufsplattformen wird Ihnen helfen, Ihren Schmuck immer bestens zu präsentieren.

Versuchen Sie, die Schmuck Position im Bezug auf die Lichtquelle zu ändern, wenn Reflexionen…

10. Einige Winkel

Das sind alles sehr gute, schmeichelhafte Winkel!

Wie bereits erwähnt, Ihre Kunden wollen und müssen, Ihre Produkte von allen Seiten ­sehen, so als wenn Sie in Ihrem Geschäft stehen würden und es prüfend in den Händen halten. Je mehr Winkel und Bilder Sie erstellen, um Ihr Produkt zu fördern, desto besser. Wir empfehlen mindestens ein Bild direkt von vorne, ein seitlich abgewinkeltes Bild von vorne, eine Detail-Nahaufnahme und eine Draufsicht zu machen, so wie oben gezeigt. Es gibt noch viele andere Winkel, die Sie fotografieren könnten, erinnern Sie sich aber stets daran, konsequent zu bleiben! Diese Grundsätze zu Erfassen kann Ihnen in der Schmuck Produktfotografie wirklich helfen, den professionellen “Look” Ihrer Website zu steigern und so hoffentlich auch Ihren Umsatz! Wir sind sicher, dass Sie ein sehr gutes Kunden-Feedback darüber bekommen, wie Sie Ihrer Kundschaft mit den ausgezeichneten Fotos das Shopping-Erlebnisse verbessert haben.