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DIY 2: Wie Sie die Kameraeinstellungen zu Ihrem Vorteil nutzen


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In diesem Beitrag werden wir Ihnen zeigen, wie man die manuelle Einstellung der Kamera verwendet, um beim ­Fotoshoot qualitativ hochwertige Bilder Ihrer Produkte zu erhalten.

Indem Sie lernen die “manuellen Einstellungen” zu verwenden, werden Sie in der Lage sein, die Kamera an Ihre Studio-Umgebung anzupassen, um hervorragende Produktbilder zu erstellen, die verkaufen­!
Sobald Sie Ihr Studio-Setup (DIY1: Wie Sie Ihr eigenes Foto-Studio mit einem straffen Einsteiger-Budget realisieren), fertiggestellt haben, sind Sie bereit Fotos von Ihrem Produkt zu machen­. Für grundlegende Tipps zum Fotografieren können Sie auch unseren Beitrag Perfekte Produktbilder in 8 einfachen Schritten lesen.

Camera

Heute werden wir die manuellen Einstellungen von einer ­Canon Kamera genauer unter die Lupe nehmen. Keine Angst, wenn Ihre Kamera von einer anderen Marke ist, sollten Sie trotzdem die gleichen Einstellungen an Ihrer Kamera finden, solange diese eine “manuell” Einstellung hat.

Kamera Einstellung

Sobald Sie Ihre Kamera, Stativ und Produkt aufgebaut haben, können Sie durch Auswahl des Kamera-Modus starten. Die meisten Kameras bieten eine Vielzahl von Einstellungen, wir bleiben in der Regel aber in drei Modi: ­Manuell, Zeitautomatik und Automatik.

Camera mode

 Manual mode

Manuelle Einstellung

Automatik mit Blitzlicht

Wie Sie sehen können, das Bild im manuellen Modus aufgenommen, sieht für die Augen viel angenehmer aus. Der Vorteil ist, wenn Sie alle Bildeinstellungen selbst steuern, laufen Sie nicht Gefahr, dass Ihre Kamera möglicherweiße inkorrekte automatische Einstellungen verwendet (wie Blitz, Belichtungszeit, Blende, etc.).

 Camera mode

Bildformat

In diesem Beitrag befassen wir uns mit dem manuellen Modus, wir beginnen, indem wir unser Bildformat auswählen. Wenn Sie die Möglichkeit der ­RAW-Einstellung haben, so nutzen Sie diese in jedem Fall. Sie werden dadurch mehr Flexibilität in der Nachbearbeitung haben. Wenn Sie über keine ­RAW-Option verfügen, schlagen wir vor, dass Sie die größte Bildgröße wählen, welche Sie an Ihrer Kamera einstellen können, in den meisten Fällen wird das Format dann ­JPEG sein.

 Camera mode

ISO Einstellungen

Basierend auf dem Licht in unserem Studio, wählen wir nun unsere ISO-Einstellung. Als allgemeine Regel gilt, je besser das Licht im Raum, desto geringer ist der ISO-Wert. Durch die richtige Anpassung Ihrer ISO-Einstellung werden Sie in der Lage sein, klare und saubere Fotos zu produzieren­.

TIPP: Wir empfehlen, starten Sie mit ISO 200 und überprüfen Sie im Sucher, die Wirkung auf dem Bild. Wenn das Bild zu dunkel ist, erhöhen Sie den ISO-Wert schrittweise. Wenn Ihr Raum zu dunkel ist, um mit dieser Einstellung zu beginnen, versuchen Sie es mit einem ISO-Wert zwischen 600-1400.Dies wird helfen, die Lichtsensoren in der Kamera zu öffnen, sodass Sie Ihr Produkt deutlich sichtbar wird.

In unserem Studio wählten wir ISO 400, denn wir wollten die ISO-Einstellung so niedrig wie möglich halten, um eine hohe Bildqualität zu gewährleisten. Gleichzeitig wollen wir aber dazu beitragen, die Beleuchtung des Produkts optimieren.

 Camera mode

ISO 400

ISO 1200

ISO6400

Schauen wir mal genauer hin! Sie sehen, je höher der ISO-Wert ist, desto mehr wird die “Körnung” / das “Rauschen” im Foto sichtbar. Je weniger “Körnung” oder “Rauschen” wir haben, desto besser ist die Qualität des Fotos!

ISO misst die Empfindlichkeit des Bildsensors, der Ihre Bilder aufnimmt. Je niedriger die Zahl, desto weniger empfindlich ist die Kamera auf Licht und desto feiner ist die Körnung in Ihren Fotos. Das bedeutet, Sie werden “störungsfreie” Fotos erhalten, die nicht fleckig wirken! Höhere ISO-Einstellungen benötigen Sie in der Regel, wenn Sie ohne Stativ in einer dunkleren Umgebung arbeiten.

Beleuchtungs Tipps und Weißabgleich Einstellungen

Wie Sie wissen, haben wir unsere Foto-Studio neben einem Fenster aufgebaut, um die Vorteile des natürlichen Lichts auszuschöpfen. Für Ihre Produktbilder kann Sonneneinstrahlung Wunder wirken. Wir müssen aber die Sonneneinstrahlung sorgfältig messen, um eine Überbelichtung zu vermeiden. Zuviel Sonneneinstrahlung kann auch ein falsches Ergebnis liefern, mit zu vielen harten Schatten oder zu grellem (hartem) Licht.

Es ist äußerst wichtig, sicherzustellen, dass kein direktes (“hartes”) Sonnenlicht durch das Fenster kommt.

Der Nachmittag ist in der Regel die ideale Zeit, um zu fotografieren. Wenn Sie aber während dieser Zeit direkte Sonneneinstrahlung haben, sollten Sie einen weißen Vorhang oder Ähnliches an Ihrem Fenster verwenden. So kreieren Sie gutes natürliches Licht Ihrem Studio, ohne zu grell zu werden.

Wie schon gesagt, haben wir unsere Foto-Studio neben einem Fenster aufgebaut, um die Vorteile des natürlichen Lichts wahrzunehmen. Gute Sonneneinstrahlung kann wie ein Wunder für unsere Produktbilder wirken, aber die Sonneneinstrahlung muss sorgfältig gemessen werden, um eine Überbelichtung zu vermeiden.

Da Sie die Sonne nicht kontrollieren können, müssen Sie um sie herum arbeiten: Wenn Sie die Möglichkeit haben, manuell einstellbare Beleuchtung zu nutzen, so tun Sie das. Sie haben dadurch mehr Flexibilität, Ihre Beleuchtungsergebnisse zu kontrollieren. Dies hat auch Vorteile in Sachen Effizienz und aus Zeitgründen, Sie können dann zu jeder beliebigenTageszeit arbeiten, anstatt auf das richtige Sonnenlicht zu warten.

Nun ist es Zeit, den Weißabgleich zu wählen, damit die Kamera die Bild-Farbe richtig einstellt. Hier können Sie die automatische Weißabgleich-Einstellung der Kamera wählen , sodass die Kamera in Abhängigkeit von der Beleuchtung im Studio, die beste Option wählt.

Daylight

Daylight

Cloudy

Cloudy

Fluoresent

Fluoresent

Tungsten

Tungsten

Auto

Auto

Wie Sie auf den Fotos feststellen könnenn, die von unseren Augen als ‘richtig’ gesehenen Bilder, sind die mit der “­Cloudy” oder ‘Auto’ Einstellung. Die Daylight-Einstellung ist auch nicht schlecht, wirkt aber zu gelbstichig im Vergleich zu den beiden anderen Optionen.

Um also das beste Ergebnis zu bekommen, haben wir unsere schönen schwarzen Pumps schließlich im Laufe des Nachmittags fotografiert und die “­Cloudy” Weißabgleich-Einstellung an unserer Kamera gewählt, weil wir mit natürlichem Licht fotografiert haben und es draußen bewölkt war.

Tungsten

Blendeneinstellung

Als Nächstes werden wir die Blendeneinstellung wählen, um die richtigen Belichtungszeiten einzustellen.

Sehr niedrige Blendeneinstellung  f1.4

Sehr niedrige Blendeneinstellung f1.4

Sehr hohe Blendeneinstellung f16

Sehr hohe Blendeneinstellung f16

Die beste Option in unserem ­Home-Fotostudio ist, mit einer Blendeneinstellung von f16 zu arbeiten, weil wir das gesamte Produkt im Fokus haben wollen und es unserem Kunden so klar wie möglich anbieten möchten. Auf der linken Seite können Sie gut sehen, dass in dem Foto mit niedriger Blendeneinstellung, nur einen Teil des Bildes scharf ist, der Zehenbereich ist unscharf. Eine gute Faustregel ist es, eine Blendeneinstellung über ­f11 zu verwenden, um sicherzustellen, dass der Großteil des Produkts im Fokus ist – also je höher die Blendeneinstellung, desto besser der Fokus. Wenn Ihre Kamera aus irgendeinem Grund nicht über solch hohe Werte verfügen sollte, stellen Sie einfach die höchste Blende der Kamera ein, oder versuchen Sie die Auto-Einstellungen!

Verschlusszeit

Als Nächstes werden wir die Verschlusszeit wählen. Die Verschlusszeit ist die Zeit, die die Blende während des Fotografierens geöffnet ist.

Verschlusszeiten unter 1/60stel einer Sekunde sind zu langsam, um aus der Hand zu fotografieren. Es ist fast unmöglich ein klares, scharfes Bild mit diesen Einstellungen aufzunehmen. Einige Kameras haben eine “­image stabilizers” Einstellung, die das Verwackeln zu einem gewissen Maß kompensieren kann. Es ist aber doch ratsam, ein Stativ zu verwenden.

Da wir in unserem Studio mit einem Stativ arbeiten, brauchen wir uns um die Bildstabilisierung also keine Sorgen zu machen. Eine geringe Verschlusszeit wie 1/13 ist daher kein Problem, um die beste Tiefenschärfe im Bild zu erhalten. Weil wir “unausgewogene” Lichtverhältnisse haben, ist es unser Ziel, eine möglichst lange Verschlusszeit zu verwenden, um gezielt mehr Licht in unserer Kamera zu sammeln. Dadurch, dass wir unsere Blende zuerst einstellen, wird der Prozess vereinfacht, alles was wir nun noch steuern müssen, ist die Verschlusszeit. Dazu nutzen Sie Ihren Belichtungsmesser, wie nachfolgend erläutert.

Good to know

Aus einer Sekunde: 1/4 1/8 1/15 1/30 1/60 1/125 1/250 1/500 1/1000 1/2000 1/4000

Verschlusszeit 1/10

Verschlusszeit 1/10

Verschlusszeit 1/100

Verschlusszeit 1/100

Belichtungsmesser

Schließlich lassen Sie Ihre Kamera automatisch auf Ihr Produkt fokussieren. Das wird dem Belichtungsmesser in der Kamera helfen, das Licht, welches auf Ihr Produkt fällt, zu messen. Wir können dann unsere Einstellungen (Blende und Verschlusszeit) an die Ergebnisse unseres Belichtungsmessers anpassen. Da Sie ja mit einer höheren Blende wie ­f16 arbeiten wollen, stellen Sie diese nun ein. Die Verwendung des Belichtungsmessers in der Kamera wird Ihnen helfen, danach Ihre Verschlusszeit einzustellen.

Der mittlere Pfeil zeigt, dass unsere Kamera auf neutral eingestellt ist, was in der Regel gute Lichtverhältnisse bedeutet. Wenn der blinkende Pfeil in der Kamera sich nach links von der Mitte (0) bewegt, zeigt er uns an, dass das Objekt im Rahmen zu dunkel ist. Wir müssen dies durch Zugabe von mehr Licht kompensieren, also müssen wir die Verschlusszeit langsamer einstellen. Wenn er jedoch nach rechts von der Mitte wandert, bedeutet dies, das unser Objekt im Rahmen zu hell ist, und wir müssen ein Teil des Lichts in dem Rahmen herausnehmen, hierzu müssen wir die Verschlusszeit dann erhöhen (schneller machen).

Zu dunkel

Zu dunkel

Perfekt

Perfekt

Zu hell

Zu hell

Bildschärfe

Wenn Sie einen Online-Shop besuchen und Sie sich nach einem bestimmten Produkt umschauen, möchten Sie das Produkt auch so real wie möglich sehen! Wir empfehlen und bevorzugen einfache, saubere Produktbilder, die Ihre Kunden nicht ablenken. Sie müssen sich darum nicht um ‘tolle Effekte’ oder künstlerische Bilder sorgen, sondern einfach nur “volle Konzentration “auf das Produkt nehmen.

Um das zu erreichen, werden wir den automatischen Fokus unseres Kamera-Objektivs so einstellen, dass die Kamera-Linse automatisch unser Produkt erfasst und scharf stellt, somit die volle Konzentration (Fokus) auf dem Produkt hält. Wir brauchen keine Fokussierung durch die Linse vorzunehmen, diese sind sowieso nur schwer mit bloßem Auge einzustellen. Nach ein paar Stunden im Studio können unsere Augen müde sein, auch wenn wir denken, wir sehen noch klar, ist das oft nicht der Fall. Sie hatten das bestimmt auch schon mal, wenn Sie Ihre Bilder nach Stunden nochmal öffnen, erscheinen Sie ein wenig unschärfer, als Sie sie in Erinnerung hatten, das ist ein Müdigkeits-Effekt ihrer Augen. Mit nur einem Motiv im Sucher, haben wir nun die perfekte Gelegenheit, die Kamera arbeiten zu lassen und wir können unseren Händen und Augen erlauben eine Pause von der Linse zu nehmen.

Abdrücken & Auswerten

Wir haben so lange darauf hingearbeitet, nun ist es endlich Zeit, ein paar Bilder zu machen! Richten Sie Ihre Kamera auf das Motiv und drücken Sie leicht (auf halben Weg) auf Ihren Auslöser, dies ermöglicht der Kamera auf Ihr Motiv zu fokussieren und dann eine Aufnahme zu machen. Wenn Sie feststellen, dass Ihre Bilder mehr oder weniger Licht brauchen, können Sie die Kameraeinstellungen während des Foto-Shootings jederzeit anpassen. Je öfters Sie das tun, desto sicherer und erfahrener werden Sie im Umgang mit den richtigen Einstellungen an Ihrer Kamera.

Denken Sie daran, so viele Bilder wie möglich, und aus verschiedenen Winkeln zu fotografieren, sodass Sie möglichst viele Optionen haben, von denen Sie später wählen können.

Ein großartiges Feature der ­Canon ­Powershot ­SX510 ist die ­WiFi ­-Fähigkeit! ­Canon hat ihr ­eigenes ­kostenloses CameraWindow app, dort können Sie Ihre Bilder anzeigen oder ­die ‘high Resolution’ Fotos (hohe Qualität) oder Videos auf Ihren Computer, Ihr Handy oder ein Tablet übertragen. Wir empfehlen die Nutzung dieses Apps, weil es den Nachbearbeitungsprozess erheblich beschleunigt! Dieses App ist auch ein großartiges Feature für den schnellen Austausch über ‘­social media’ Seiten, die Ihnen helfen Ihre ­Online- Geschäft zu fördern (man denke nur an Pinterest!).

Nachdem Sie alle Ihre Bilder mit einem Kartenleser oder dem App auf Ihren Computer hochgeladen haben, sortieren Sie diese noch schnell und behalten nur die Fotos, die Sie in Zukunft verwenden wollen.

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Nachdem Sie die Bilder ausgewählt haben, werden Sie sicher noch etwas Nachbearbeiten müssen, um sicherzustellen, dass Ihre Fotos spitzenklasse aussehen!

Wenn Sie das erledigt haben, bleiben Sie dran und lernen Sie weiter, mit der letzten ­DIY Folge unserer Anleitung: Bearbeiten von Produktbildern und Bereitstellung für das Web

Hier ist ein Vorgeschmack wie Ihre Produktbilder aussehen können!

Unbearbeitet

Camera Raw Before

Bearbeitet

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