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Bekleidungs-Fotografie: Machen Sie diese 7 häufigen Fehler?


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Verbannen Sie diese sieben schlechten Angewohnheiten in Ihrem Bekleidungsfotografie-Workflow!

Die E-Commerce-Industrie ändert sich ständig. Obwohl Trends kommen und gehen, mit jeder Saison gibt es ein paar Dinge, die gleich bleiben sollten, vor allem in der Bekleidungs-Fotografie. In diesem Beitrag werden wir die sieben größten Fehler identifizieren, die viele Produkt-Fotografen machen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sie vermeiden und ausgezeichnete Bilder Ihres Inventars erstellen!

Fehler # 1: Unvorbereite Kleidungsstücke

Sie möchten das Ihre Produkte so gut wie möglich aussehen, um Sie ihren Kunden zu präsentieren. Wie Sie aber wissen, Kleidung kann bei der Lagerung und dem Transport faltig und zerknittert werden, fängt unter Umständen sogar an getragen auszusehen. Manchmal erhalten Sie Produkt-Proben die schon in alten, zerrissenen oder unfertigen Konditionen ankommen! Diese Kleidungsstücke richtig vorzubereiten ist ein wesentlicher Ausgangspunkt um die Produkte richtig zu fotografieren. Trotzdem überspringen vielen Bekleidungsfotografen diesen Schritt, sind dann später aber um so mehr auf ­Photoshop angewiesen, um Falten, Flecken und andere Fehler auszubessern, die während der Lagerung oder dem Transport des Produkts entstanden sind. Allerdings ist ­Photoshop nicht magisch; es braucht Zeit und Fachwissen, um die erweiterten Bearbeitungstechniken zu beherrschen, und alle Änderungen die Sie machen sind “destruktiv” für das Bild, sie kompromittieren die Bildqualität. Aus diesem Grund ist es am besten, sich nur bei dem letzten Schliff und der Farbkorrektur Ihrer Bilder auf ­Photoshop zu verlassen. Stellen Sie von vornherein sicher, dass Sie die Kleidungsstücke mit Ihrer Kamera so perfekt einzufangen, wie Sie können.

Take care of your product and make it look its best before photographing it!

Take care of your product and make it look its best before photographing it!

Sie sollten Ihr Produkt vor dem Fotografieren eingehend zu prüfen, von oben bis unten, innen und außen. Gibt es irgendwelche Etiketten, Aufkleber oder andere Anhänger, die entfernt werden müssen? Tun Sie dies. Ist das Produkt während der Lagerung zerknittert geworden? Bügeln oder dämpfen Sie es. Nutzen Sie die Ressourcen, die Ihnen zur Verfügung stehen, um auch alle anderen Schäden oder Beeinträchtigung auf die Sie stoßen, zu beheben. Insbesondere sind Flusen-Rollen oder Klebeband ideal für das Entfernen von Staub und Fäden auf Stoffen. In einigen Fällen sind die Musterstücke schon falsch bei der Ankunft, weil Last-Minute-Design-Änderungen (z.B. Passform, Farben, Muster, etc.) vorgenommen wurden. Vergewissern Sie sich, dass Sie die Design-Änderungen für jedes Kleidungsstück kennen, sodass Sie die Produkte entsprechend in ­Photoshop bearbeiten können. Vielleicht entscheiden Sie auch mit dem Fotografieren zu warten, bis das eigentliche Muster des Produkts erhältlich ist.

Fehler # 2: Keine Nutzung von Schaufensterfiguren oder Live-Models

Viele ­Bekeidungs-Fotografen unterschätzen die Wirkung, die es auf Kunden hat, wenn Schaufensterfiguren oder Live-Models Ihren Produkten die richtige Passform geben. Stattdessen legen sie die Kleidung einfach nur flach aus oder fotografieren sie auf dem Kleiderbügel. Das ist ein großer Fehler! Fotografieren eines Kleidungsstückes an einer Schaufensterfigur oder einem Live-Model ist unter Umständen der beste Weg, die Passform dieses Kleidungsstück zu präsentieren und damit den Kunden zu ermutigen, sich selbst beim Tragen dieses Produktes zu visualisieren.

Mit ein wenig Styling, können Schaufensterfiguren Ihren Produkten wirklich schmeicheln!

Models bringen Kleidung zum Leben, wenn Sie sich aber aufgrund von Budget oder Zeitmangel kein Model nutzen können, ist eine Schaufensterfigur eine wirklich gute Alternative, die Sie auch mit einem sehr niedrigen Budget verwirklichen können. Es gibt dem Kunden eine gute Darstellung von der Passform und dem natürlichen Schwung des Produktes und außerdem eine realistische Vorstellung davon, wie das Kleidungsstück aussieht, wenn er es selbst trägt – ganz zu schweigen von einem qualitativ besseren Einkaufserlebnis. Ein bisschen Styling kann viel ausmachen. Wenn Ihr Kleidungsstück zu groß für Ihre Schaufensterfigur erscheint, versuchen Sie es anzupassen, indem Sie Ihr Kleidungsstück am Rücken zusammenheften, sodass es von vorne die richtige Passform hat. Wenn Sie Ihre Produkte auf Schaufensterfiguren fotografieren, haben Sie später auch die Möglichkeit, die ästhetische Nachbearbeitungstechnik namens ­’ghost ­mannequin ­effect’ zu erzeugen.

Apprael mistakes angles side

Fehler # 3: Nicht genügend Fotos anbieten

Entgegen der landläufigen Meinung sind ein oder zwei Bilder von einem Produkt einfach nicht genug um den Kunden einen guten Eindruck über Preis-Leistungs-Verhältnis und Qualität Ihres Inventars zu geben. Daher ist es wichtig, den Kunden so viele Informationen wie möglich zu geben, Sie erreichen das durch das Hochladen von mindestens 3 Bildern pro Produkt -wünschenswerterweise sogar 5-10.

Viele E-Commerce-Websites erlauben Ihnen 9-12 Bilder für jedes Produkt-Set hochzuladen, aber viele Einzelhändler nutzen diesen Vorteil nicht, um für ihre Produkte zu werben. Fotografieren Sie ihre Produkte immer aus so vielen Winkeln wie nur möglich. Zumindest fotografieren Sie die Standard-Front-, Seiten-und Rückansicht der einzelnen Produkte, und ergänzen Sie dies mit Detailfotos von bedeutenden Verzierungen wie Knöpfen, Reißverschlüssen oder Stickereien. Je mehr Bilder Sie von Ihrem Produkt hochladen, desto besser werden Ihre Kunden das Produkt verstehen.

Das wird Ihren Kunden ein besseres Einkaufserlebnis bieten und demonstriert deutlich die Qualität Ihrer Produkte. Es hilft auch sicherzustellen, dass der Kunde zufrieden ist, wenn das Produkt eintrifft. Für Ideen und weiteren Möglichkeiten ihre Produkte zu fotografieren, lesen Sie unsere ultimativen Ratgeber um Ihre Kleidung, Schuhe und Accessoires –Angebote zu maximieren.

Fehler # 4: Nicht genügend Licht verwenden

Seien Sie nicht der E-Commerce-Händler, dessen Produktbilder schmuddelig und unterbelichtet aussehen. Gute Beleuchtung sollte als Online-Einzelhändler für Bekleidung eines Ihrer größten Anliegen sein. Sie müssen sicherzustellen das ihre Bilder korrekt belichtet sind um die Produktfarben und andere Details möglichst genau zu präsentieren, damit Ihr Inventar sauber und professionell erscheint.

Not very good lighting. Light from a lit room

Not very good lighting. Light from a lit room

(High Quality Lighting- Lighting Kit Lit)

(High Quality Lighting- Lighting Kit Lit)

Jedes Kleidungsstück ist anders und die richtige Beleuchtung wird dem Kunden ermöglichen, die einzigartigen Facetten Ihrer Kleidungsstücke wahrzunehmen. Ausreichend Beleuchtung ermöglicht auch Ihrer Kamera, Bilder in höherer Qualität mit weniger “Rauschen” bzw. “Körnung” dafür mehr Schärfe zu erzeugen. Je dunkler die Lichtsituation ist, desto schlechter wird die Bildqualität-und schlechte Bildqualität wird Ihren Produkten nicht schmeicheln! Der flexibelste Weg, um sicherzustellen, dass Sie ausreichende Beleuchtung haben, ist ein Beleuchtungs-Kit zu mieten, aber für den Fall, dass die Anmietung der Ausrüstung nicht in Ihrem Budget ist, nutzen Sie, natürliches Licht von einem großen Fenster kombiniert mit einer Styroporplattedie Sie zur Reflektorplatte umfunktionieren. Lesen Sie hier weitere Erfahrungsberichte zum Thema Beleuchtungs-Systeme und Setups.

Als Online-Einzelhändler für Bekleidung sollten Sie besonderen Wert auf helle Beleuchtung legen.

Fehler # 5: Falsche Kameraeinstellungen

Wenn Ihre Kamera-Einstellungen falsch sind, dann ist auch das beste ­Photoshop Know-how nicht in der Lage, Ihre Bilder professionell aussehen zu lassen. ­Spiegelreflex-Kameras können Fotos von extrem hoher Qualität produzieren, aber falsche Einstellungen können diese drastisch reduzieren. Stellen Sie sicher, dass Sie ISO, Blende und Weißabgleich verstehen, bevor Sie mit dem Fotografieren Ihrer Produkte beginnen.

1. ISO

Stellen Sie sicher, dass Ihr ISO nicht größer als 600-640 ist. Höhere ­ISOs erzeugen störendendes “Rauschen” oder “Körnung”, diese gräulich oder farbigen Sprenkel, die Fotos ‘filmisch’ aussehen lassen. Je höher die Einstellung ist, desto schlimmer wird das Rauschen. Außerdem kann die Kamera bei höheren ISO-Werten nicht so viel Schärfe erfassen, Details fangen an zu verschwimmen. Die Verwendung eines Stativs ermöglicht es Ihnen, bei ISO 100 oder 200 optimale Klarheit und Schärfe zu erhalten.

ISO 640

ISO 640

ISO 6400

ISO 6400

2. Blendeneinstellung

Blendeneinstellungen werden als ­f-Nummer in Ihren Kamera-Einstellungen angezeigt (z.B. f/16, f/2.8) und kontrollieren den Fokus. Im Allgemeinen, je größer die Blendenzahl, desto mehr Aspekte des Bildes sind im vollen Fokus. In unserem folgendem Beispiel sehen Sie das mit einer Blende von f/22 ein Großteil des Kleidungsstücks schärfer aussieht als mit einer Blende von f/3.5. Also stellen Sie die Blende höher als f/11; dies ermöglicht Ihnen, ihr komplettes Produkt in den Fokus zu bekommen.

Blende f 3.5

Blende f 3.5

Blende f 22

Blende f 22

3. Weißabgleich

Der Weißabgleich bezieht sich auf den Farbstich des Bildes. Orange und rote Farben werden allgemein als “warm”, lila und blaue Farben als “kalt” bezeichnet. Der Farbstich eines Bildes hängt von der Lichtquelle, die verwendet wird, ab. Die Weißabgleich-Einstellung der Kamera interpretiert das Licht und steuert die Farben, die aufgezeichnet werden. Es gibt viele verschiedene Arten von Lichtquellen, am häufigsten finden Sie Kunstlicht, Neonlicht, LED und das natürliche Sonnenlicht.

Wolfram

Wolfram

Fluoreszierend

Fluoreszierend

Blitz

Blitz

Auto

Auto

Sie können den Weißabgleich gezielt nach der Art der Lichtquelle, die Sie verwenden, einstellen oder Sie setzen Ihren Weißabgleich auf AUTO und lassen die Kamera diese Anpassungen machen. Was auch immer Sie entscheiden, vergessen Sie keinesfalls den Weißabgleich einzustellen, Sie kommen sonst in Bedrängnis, präzise Farben in ­Photoshop erstellen zu müssen. Für weitere Hilfe bei der Einstellung Ihrer Kamera besuchen unseree Artikel zum Thema ISO und allgemeine manuelle Kameraeinstellungen.

Die am häufigsten verwendeten Lichtquellen sind Kunstlicht, Neonlicht, LED, und das natürliche…

Fehler # 6: Fehlende Einstellung des richtigen Farbraum-Profils

Viele ­Bekeidungs-Fotografen vergessen ihn oder kennen den entscheidenden Schritt der Umwandlung von bearbeiteten Fotos in ein webfähiges Farbraumprofil gar nicht. Der Farbraum ist ein bestimmter Bereich von Farben, der in einem Bild dargestellt werden kann. Einige Optionen für Farbräume sind Adobe ­RGB-, ­CMYK- und ­SRGB. Ohne den richtigen Farbraum werden die Farben der Produkte immer anders aussehen, je nach dem auf welchem Computerbildschirm, Web-Browser und sogar Webseiten die Fotos angesehen werden. SRGB ist das beste Farbraumprofil, um Ihre Bilder konsequent und lebendig zwischen den verschiedenen Bildschirmen, Browsern und Websites zu halten. Sie können die Kamera direkt auf ­SRGB einstellen, wodurch der zusätzliche Schritt der Umwandlung von dieser Datei in ­SRGB entfällt, nachdem Sie die Fotos bearbeitet haben. Allerdings fängt ­SRGB einen engeren Bereich von Farben als die ­RGB-Einstellung Ihrer Kamera. Um zu vermeiden, dass die ­Bearbeitung-Kapazität verloren geht, entscheiden viele Profis, diese Konvertierung zu machen, nachdem sie ihre Bilder perfektioniert haben.

Fehler # 7: Falsche Bearbeitung

Viele E-Commerce-Einzelhändler bearbeiten ihre Produktbilder falsch, vor allem in Bezug auf Zuschnitt, Ausrichtung, Farbe und Hintergrund. Für ihren Produktfoto-Bestand ist es ist am besten, alle Zuschnitte, Ausrichtungen und Hintergründe von Bild zu Bild identisch zu halten. Um alle Bilder in Einklang zueinanderzuhalten und um Ihre Nachbearbeitungszeit zu verkürzen, sollten Sie eine Reihe von Standardspezifikationen entwickeln, sowohl für die Aufnahme als auch für die Bearbeitung.

1. Ausrichtung

Stellen Sie sicher, dass Ihre Produkte alle die gleiche Größe haben und im Bild zentriert sind, sodass Ihre Produkte von allen Winkeln, Ecken und Kanten im richtigen Verhältnis zueinanderstehen. Mit einem konsequent ausgerichteten Inventar steigern Sie die Attraktivität Ihrer Website und deren Produkte enorm. Der einfachste Weg um sicherzustellen das Ihre Ausrichtung haargenau und auf dem Punkt ist, ist einer ­Photoshop-Vorlage zu erstellen.

2. Zuschneiden

Ähnlich wie bei der Ausrichtung, ist es unerlässlich, dass Sie ihre Produktbilder identisch zuschneiden, sodass Sie dem Kunden ein nahtloses Online-Shopping-Erlebnis bieten können. Wenn Sie Richtlinien für die Ausrichtung verwenden, konsequent Zuschneiden und die Größenanpassung der Bilder gemäß Ihrer Website-Bild-Spezifikationen vornehmen, sollte kein Problem sein.

3. Hintergründe

Einige E-Commerce-Unternehmen wählen verschiedene Hintergründe, um Ihre unterschiedlichen Produkte zu präsentieren. Obwohl Ihnen das vielleicht unwichtig erscheint, alle Ihre Produktbilder konsequent in Beziehung zueinanderzuhalten, kann die Professionalität und Attraktivität Ihrer Website und der Produkte erheblich verbessern. Die Wahl und Beibehaltung eines Hintergrund-Stils spart Ihnen auch eine ganze Menge Nachbearbeitungszeit. Die Allgemeinheit findet, dass weiße oder hellgraue Hintergründe am ansprechenden sind.

4. Farben

Ein weiterer häufiger Fehler bei der ­Bekleidungs-Fotografie ist die ungenaue Farbewiedergabe der Kleidungsstücke. Obwohl die Kamera im AUTO-Weißabgleich eine ziemlich genaue Farbwiedergabe erzielt, einige Farben wie ­Neon-, ­Rot- und Rosa sind schwer zu fotografieren und müssen oft nachträglich in ­Photoshop optimiert werden.

Hier sind drei Variationen von Rot

Die ungenaue Darstellung von Farben kann Ihre Kunden frustrieren und unzufrieden machen, sodass ein paar zusätzlich investierte Minuten als eine gute Idee erscheinen, um sicherzustellen, dass die Farben Ihrer Kleidung richtig sind, bevor Sie sie auf Ihre Website hochladen. Die Quintessenz ist, dass der Kunde genau sehen sollte, was er in der Post erhält, wenn ­er denn Ihr Produkt bestellt.

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, um Farben zu optimieren, machen Sie sich mit den verschiedenen ­Photoshop-Tools vertraut und wählen Sie Ihr Lieblingswerkzeug. Nachdem Sie die Farben festgelegt haben, denken Sie daran, Ihre Bilder ins ­SRGB-Format zu konvertieren, um sicherzustellen, dass die unterschiedlichen Browser, Computerbildschirme und Webseiten die genauen Farben anzeigen, an denen Sie, für Ihre Kunden, so hart gearbeitet haben.

Nun, da Sie die 7 häufigsten Fehler in der Bekleidungs-Fotografie kennen, haben Sie die Möglichkeit, Ihren Workflow zu korrigieren und sind auf dem richtigen Weg hervorragende Produktbilder für Ihre Kunden zu schaffen.

Das Aufgeben dieser schlechten Angewohnheiten wird Ihrer E-Commerce-Website konsequent helfen und die Kundenzufriedenheit insgesamt steigern.